Das ist dein Weckruf

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Heute vor 4 Jahren bin ich aufgewacht. Aufgewacht aus meiner eigenen Ohnmacht.

Ich habe damals etwas ganz Entscheidendes bemerkt:

Ich bin die Schöpferin meines Lebens.

Niemand sonst trägt die Verantwortung für mein Leben. Wenn ich möchte, dass sich etwas in meinem Leben verändert, dann muss ich es in Angriff nehmen.

Denn wir verstricken uns so leicht in Begründungen vor uns selbst und anderen, weshalb wir unglücklich sind und unser Leben scheisse und unfair ist. Ich war da nicht anders. Ich habe zwar, nie explizit gedacht, dass das Leben scheisse ist, denn ich hatte immer noch genug für das ich dankbar war, aber ich empfand das Leben als schwer.

Um genau zu sein, empfand ich es nicht selten als Kampf, in dem meine Bedürfnisse nicht gross zählten. Ich hatte das Gefühl, dass ich mir erst verdienen musste, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen. So nach dem Motto: Erst die Arbeit dann das Vergnügen. Zu einem gewissen Grad kann diese Einstellung zwar hilfreich sein, aber alles hat seine Grenzen.

 

Der Veganismus hat mich aufgeweckt

Als ich mich im Juni 2015 intensiv mit dem Veganismus beschäftigte und mich dazu entschied dem veganen Lifestyle eine Chance zu geben und im gleichen Zuge am besten meine Essstörung zu heilen, merkte ich recht schnell, dass ich auf dem richtigen Weg war. Meine Essstörung war ich durch meine Entscheidung schneller los als ich gucken konnte. Eine ganz neue Erfahrung nach 11 Jahren Essstörung.

Doch durch den Veganismus durfte ich auch erkennen, dass Glaubenssätze, wie «Hunde sind zum Spielen da und Schweine zum Essen», die wir von Kindesbein an verinnerlicht bekommen, absolut keinen Sinn ergeben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Schweine genauso verspielt, liebesbedürftig, empfindsam und intelligent sind, wie Hunde.

Der Veganismus lehrte mich allgemein reflektierter durch das Leben zu gehen und Gegebenes nicht einfach hinzunehmen, ohne mir meine eigenen Gedanken dazu zumachen.

Der vegane Lifestyle lehrte mich jedem Lebenswesen mit Liebe zu begegnen.

Meine Liebe gilt seither auch jeder noch so kleinen Fliege. Ebenso wurde ich noch empfindsamer für Fremdenhass, der für mich heute noch weniger Sinn macht und mich darin bestärkt noch mehr Liebe in diese Welt zu bringen. Denn:

Liebe ist die stärkste Kraft.

 

Meine Gesundheit – Mein Business

Im Zuge der Heilung meiner Essstörung, die ich allein möglich gemacht habe, realisierte ich nicht nur, dass wir die Schöpfer unseres Lebens sind, sondern auch, dass wir unsere eigenen Gesundheitsexperten sein sollten.

Du weisst am besten, was dir guttut und nur du allein kannst dein Mindset von Krankheit auf Gesundheit switchen. Du kannst dir noch so viele Pillen einwerfen, wenn deine innere Stimme dir wieder und wieder sagt: «Ich bin krank» oder «Mein Gesundheitszustand ist schlecht», dann wird sich dein Gesundheitszustand nicht besonders verändern, denn was dein Körper neben Bewegung, gesunder Ernährung, Schlaf und Wasser noch braucht, sind positive Gedanken.

Es liegt in deiner Hand, positiv zu denken, alles zu tun, damit es deinem Körper gut geht und dein eigener Gesundheitsexperte/deine eigene Gesundheitsexpertin zu werden.

Wer sollte es sonst für dich tun?

In diesem Sinne begann ich, meinem Körper zu danken, für alles, was er schon für mich getan hat, obwohl er all die Jahre meinetwegen so viel aushalten musste. Ich fing an meine eigenen Recherchen zu betreiben und mir nicht mehr ohne Sinn und Verstand von der Werbeindustrie beworbene Beauty-Produkte auf meine Haut zu klatschen.

Ich begann Sport aus einer Freude heraus zu machen und um meinem Körper Gutes zu tun und nicht mehr um ihn zu kasteien, mit nur dem einen Ziel, nämlich noch dünner zu werden.

Ich fing an meinem Körper und Geist den Schlaf zu schenken, den ich ihnen so lange in ausreichendem Masse verwehrt und trotzdem die volle Leistung von ihnen verlangt hatte.

Ich ernährte mich so gesund, wie nie zuvor und dieses Mal war die Motivation nicht, möglichst schnell möglichst viel abzunehmen, sondern meinen Körper zu heilen und ihm das zu geben, wonach er sich so lange sehnen musste.

Ich begann meinem Körper zu geben, statt nur zu verlangen.

 

Schönheitsideale adé

Im Zuge meiner Heilung, meines Erwachens, verabschiedete ich mich von vielen Schönheitsidealen. Ich hatte keine Lust mehr, mich einem Schönheitsdiktat zu unterwerfen, sondern entschied mich nach und nach, einfach nur das zu tun, worauf ich Lust hatte. Ich hatte keinen Bock mehr darauf, Dinge mit meinem Körper oder meinem Gesicht zu tun, nur, um der Gesellschaft zu gefallen.

Ich wollte mir vor allem selber gefallen. Das war auch der Grund, warum ich aufhörte mich zu schminken, weil ich mich endlich mit meinem nackten Gesicht wohlfühlen wollte. Ich wollte nicht mehr das Gefühl haben, dass ich Make up brauche, bevor ich unter Leute gehe.

Diesen Zustand habe ich mittlerweile  zum Glück erreicht. Ich habe kein Problem mehr damit, mein Gesicht zu zeigen, so wie es eben aussieht, wenn keine Farbe darauf ist.

Wenn ich mich heute ab und zu mal schminke, dann ist es aus purer Freude und nicht da ich mich sonst unvollständig oder gar hässlich fühle.

 

Die Arbeit an dir

Die wichtigste Arbeit, der wir alle nachgehen sollten, ist die Arbeit an uns selbst, denn kein anderes Projekt dauert so lange an, wie unser Leben. Wir dürfen als Personen ein Leben lang wachsen, lernen und uns weiterentwickeln. Das ist ein wunderbarer Prozess, der nie aufhört und ein wichtiger Teil des Lebens an sich ist.

Frieden mit uns selber zu schliessen, uns anzunehmen und uns aus tiefstem Herzen zu lieben, für das, was wir waren, was wir sind und was wir sein werden, ist eine bedeutende Komponente dieses Lebensprojekts.

Frieden dürfen wir auch mit unser Vergangenheit schliessen, statt im ewigen Widerstand mit etwas zu sein, worauf wir sowieso keinen Einfluss mehr haben. Wir dürfen hingegen, annehmen was war und dankbar dafür sein, was wir alles daraus lernen durften.

Wir dürfen vergeben, uns und den Menschen um uns herum. Wir dürfen gnädig mit uns und ihnen sein und uns daran erinnern, dass wir alle nicht perfekt sind, Fehler machen und leider manchmal einander verletzen, oftmals ohne, dass wir es merken.

Dabei dürfen wir bedenken, dass die Geschichten eines jeden, Einfluss auf seine Handlungen haben und zu falschen Entscheidungen oder Verletzungen führen können. Die Folgen dieser Handlungen können unglaublich schmerzhaft für das Umfeld sein.

Aber noch schmerzhafter ist es, ein Leben lang an Vorwürfen festzuhalten und nicht in die Vergebung zu gehen. Zu vergeben, bedeutet dabei nicht, dass wir gutheissen, was eine andere Person uns angetan hat, sondern nur, dass wir uns von diesem Ballast, den diese Person in unser Leben gebracht hat, befreien. Dafür brauchen wir auch nicht gezwungenermassen eine Entschuldigung des Anderen, sondern nur unsere eigene Entscheidung, unseren Ballast loszulassen und uns von unseren Vorwürfen zu lösen.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sich diese Arbeit lohnt und ich bin überzeugt davon, dass nur sie uns zu einem wirklich erfüllten und glücklichen Leben führen kann.

 

Deine Vision

Ich denke, viele von uns leben einfach so ihr Leben vor sich hin. Man tut, was man tun muss, aber so richtig aus tiefstem Herzen sind die wenigsten glücklich. Meiner Meinung nach, liegt es daran, dass wir vergessen haben oder es nie wussten, welch grosse Schöpferkraft in uns liegt.

Wir sind die Gestalter und Gestalterinnen unseres eigenen Lebens.

Ich glaube, wir sollten alle anfangen, mehr in uns hineinzuhorchen und herausfinden, was wir wirklich von unserem Leben wollen. Deshalb frage ich dich:

Was ist deine Vision?

Beschäftige dich wirklich einmal mit dieser Frage, denn sie zeigt dir auf, wie dein Leben aussehen kann, wenn du es selbst in die Hand nimmst.

Seit ich mich mit dieser Frage beschäftigt habe und für mich definiert habe, was ich in meinem Leben erreichen will, bin ich so viel fokussierter in meinem Handeln und Denken, voller Dankbarkeit für alles, was jetzt schon in meinem Leben ist und voller Vorfreude für alles, was noch kommen wird und was ich noch lernen darf.

Ich bin überzeugt davon, dass viele Menschen so viel glücklicher wären, wenn sie ihr Leben mehr nach ihren Vorstellungen gestalten würden und weniger nach dem, was die Gesellschaft als angemessen ansehen würde. Wenn wir uns selbst unser Traumleben kreieren, bin ich mich sicher, dass wir nicht mehr all den Kaffee brauchen, um durch den Tag zu kommen oder den Alkohol, der uns betäubt und vergessen lässt, was uns überanstrengt und ankotzt.

Mit diesem Post möchte ich dich daran erinnern, dass du der Schöpfer/die Schöpferin deines Lebens bist.

Niemand kann dein Leben nach deinen Vorstellungen kreieren. Das kannst nur du.

Dabei geht es nicht darum, immer nur mehr zu wollen, sondern zufrieden zu sein, mit dem was da ist, sich aber nicht damit zufrieden zu geben, dass das schon alles war.

Wir dürfen und können glücklich im Hier und Jetzt sein und trotzdem wachsen wollen, lernen wollen, besser und noch glücklicher werden wollen. All das ist möglich, wenn du es nur willst.

Unser Leben ist doch dazu da, dass wir das schönste und ausdrucksstärkste Kunstwerk aus ihm machen, was nur geht.

Das ist doch die wahre Essenz des Lebens: Ein Kunstwerk voller Emotionen und Geschichten zu gestalten, das wir voller Glück, Dankbarkeit und Stolz anschauen, wenn wir nach einem wachen, bewussten irdischen Leben, irgendwann einschlafen.

 

Bist du schon wach und bereit für die bestmögliche Version deines Lebens? Bist du schon im Aufwachprozess oder schläfst du noch?

 

Das würde mich sehr interessieren!

Lass es mich gerne, in den Kommentaren wissen.

 

Alle Liebe,

Deine Anna